| von: Bernd Gilles (Nav) | 04.09.2008 |
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Besatzungsmitglied der GORCH FOCK ging über Bord
Seit der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wird ein Besatzungsmitglied des Segelschulschiffs GORCH FOCK vermisst. Das 18-jährige Crewmitglied ist Offizieranwärter und ging gegen Mitternacht während der Seewache bei zwei Meter Wellenhöhe, aber bei ruhiger und stabiler Schiffslage auf Ostkurs, über Bord. Die Wassertemperatur betrug 17 Grad.
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Glücksburg - Das Schiff befand sich zu diesem Zeitpunkt in der Deutschen Bucht, zehn
Seemeilen - circa 20 Kilometer - nördlich der Nordseeinsel Norderney.
Dabei herrschte südwestlicher Wind der Stärke sieben, das entspricht
etwa 60 Stundenkilometern. Von der Besatzung wurden sofort
umfassende Rettungsmaßnahmen eingeleitet. Unmittelbar nach dem
Zwischenfall startete eine groß angelegte Seenotrettungsaktion. An der
Suchmaßnahme beteiligen sich Einheiten der Deutschen Marine, der
Bundespolizei, der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger
sowie zivile Schiffe. Darüber hinaus sind Hubschrauber der Bundeswehr,
der Bundespolizei und der Polizei Niedersachsens sowie ein
Seefernaufklärer der Marine im Einsatz. Die Suchmaßnahmen dauern
gegenwärtig an. Nähere Umstände sind zurzeit noch nicht bekannt. Die
Angehörigen in Nordrhein-Westfalen wurden informiert.
Die GORCH FOCK befindet sich seit dem 28. August auf einer
Ausbildungsreise und war auf dem Weg von Kiel nach Hamburg. Das
Einlaufen war dort für Freitag vorgesehen. In Abhängigkeit von der
weiteren Entwicklung wird der Besuch in Hamburg abgesagt. An Bord des
Schiffes befinden sich 107 Offizieranwärter des Jahrgangs 2008,
darunter 24 Frauen. Zur Stammbesatzung gehören darüber hinaus 100
weitere Soldaten. In den zurückliegenden 50 Jahren erhielten rund
14.000 Offizier- und Unteroffizieranwärter ihre seemännische
Grundausbildung auf der GORCH FOCK. .: UPDATE :.Nachdem die vermisste Kameradin am 15. September nur noch tot geborgen werden konnte, möchten wir an dieser Stelle den Angehörigen und Freunden der jungen Frau unsere tief empfundene Anteilnahme aussprechen.
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Quelle: PIZ Marine
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